Keratokonus.de Selbsthilfegruppe - psychologische Hilfe

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Die Diagnose einer chronischen Krankheit (Keratokonus) kann bei einigen Betroffenen auch psychische Komponenten haben; insbesondere da keine vollständige Heilung möglich ist.

Bei den 80-90% der nur leicht von Keratokonus betroffenen, wird das kaum eine Rolle spielen - man/frau sieht nicht mehr ganz scharf oder nicht mehr ohne geringe Nebeneffekte (insbesondere in der Nacht) - was soll´s.


Aber bei den wenigen schweren Fällen, bei denen eine Transplantation oder ähnliche Maßnahmen notwendig sind, kommen zur Erkrankung und Behandlung des Keratokonus noch die psychischen Auswirkungen hinzu. Besonders, wenn man als junger Mensch in der Schulzeit, der Ausbildung oder dem Studium diagnostiziert wird.
Hier ist es wichtig, sich professionelle psychologische Beratung zu holen. Eine chronische Krankheit kann auch psychische und soziale Herausforderungen im Alltag haben.

Betroffene mit chronischen Erkrankungen stehen oft vor vielfältigen psychischen und sozialen Herausforderungen im Alltag:

  • Emotionale Bewältigung der inneren und äußeren Bedrohung und der damit in Verbindung stehenden Gefühle
  • Verunsicherungen hinsichtlich seiner sozialen Rolle und Aufgabe (Veränderung der Beziehung zur Familie, Freunden und des Arbeitslebens)
  • Medizinische Anpassungsforderung, Beziehung mit dem Medizinpersonal, neue Umgebung bei Hospitalisierung, Auswirkung der Therapie
  • Selbstintegrität und Wohlbefinden müssen wieder erarbeitet oder so gut wie möglich erhalten werden
  • Ein verändertes neues Selbstbild mit ungewisser Zukunft hinsichtlich des Krankheitsverlaufes muss erarbeitet werden

Die innerpsychischen Folgen einer chronischen Erkrankung können sein:

  • Angst, Scham, Depression, Wut und Enttäuschung
  • Angst vor Beziehungsverlust, Schuldgefühle
  • Verleugnungsarbeit
Häufig tritt bei einem Teil der Betroffenen neben den körperlichen Einschränkungen ein Trauerprozess auf, der bei einem Teil auch zu einer seelischen Störung führen kann wie Depressionen und Angststörungen. Diese können psychotherapeutisch behandelt werden.

Psychologische Hilfe findet man unter anderem bei Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen oder bei Einrichtungen, die sich mit chronischen Krankheiten beschäftigen.


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