Keratokonus.de Selbsthilfe - Behandlung


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Das Ergebnis einer Behandlung ist entscheidend von der eigenen Wahl und der realistischen Beurteilung des erreichbaren Ergebnisses durch den Arzt abhängig.

Dazu muss man/frau sich schon etwas intensiver mit dem Krankheitsbild und den möglichen Behandlungen beschäftigen. Ein Keratokonus hat man das ganze Leben, dagegen kann man keine Pille nehmen.

Es gab z.B. im Forum schon mal diese Fragen:

  • "Mit Brille sehe ich nur noch 90% - wo kann ich eine Transplantation machen lassen?"
    • Das ist Unsinn: Die Sicht wird nach einer Transplantation wahrscheinlich nur bei 50-70% liegen.

oder

  • "Ich lasse mir den Konus weglasern; danach habe ich dann keine Probleme mehr".
    • Das ist genauso dumm: Die Hornhaut durch "weglasern" noch dünner zu machen, macht überhaupt keinen Sinn.
      • Das wird nur in wenigen Fällen nach Vernetzung gemacht, wenn mit Linsen keine Verbesserung erreicht werden kann.

Bei einer Beurteilung sollte immer der Ausgangszustand vor einer Behandlung oder Operation mit in die Bewertung einbezogen werden.

  • Wenn jemand im Stadium „1“ ohne Brille auf 60% Sehkraft kommt und mit Brille auf 80%, dann ist das ein gutes Ergebnis.
  • Ebenso wenn jemand im Stadium „4“, ohne Sehhilfe 10% erreicht und nach der Transplantation mit Kontaktlinsen 40% erreicht - dass ist dann auch ein gutes Ergebnis.

Anders ausgedrückt: Wenn das Auto eine Beule hat, dann genügt der Gang zum "Beulen-Doktor" (Brille, Kontaktlinsen) - oder man lässt es einfach so wie es ist (Auto fährt auch mit Kratzern).

Bei einem größeren Schaden, z.B. Motorschaden braucht man die Hilfe einer richtigen Autowerkstatt (Vernetzung, Transplantation). Und dennoch wird das Auto nie wieder "wie neu", es bleibt ein Unfallwagen.

Keine gute Idee ist es, bei 60-80% oder besserem Sehvermögen mit Brille oder Kontaktlinsen eine Transplantation machen zu wollen. Das Ergebnis kann nicht gut werden, die Sicht wird nach der Operation eher schlechter sein. Das würde auch kein Arzt mitmachen - niemand würde das zweite, absolut gesunde Bein amputieren, nur weil das andere krank war.

Überhaupt sollte bei jedem Eingriff bedacht werden, dass es keine Garantie für einen positiven Verlauf gibt. Auch wenn schon 1000 Betroffene bei diesem oder jenem Arzt oder Klinik gute Resultate hatten, kann es individuell auch mal negativ ausgehen.


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