Psychologische Hilfe bei Keatokonus

* sehr wichtig ist eine psychologische Schulung im Umgang mit einer chronischen Erkrankung; die für den Rest des Lebens gewisse Einschränkungen in der Sicht verursachen wird - egal bei welcher Behandlung.


Keratokonus ist eine chronische Erkrankung mit dauerhafter, d.h. bleibender Einschränkung. Auch bei einer erfolgreichen Behandlung bleiben Einschränkungen bestehen.

Um mit den dauerhaften Einschränkungen in Schule, Studium, Beruf und im Privatleben gut umgehen zu können, ist eine psychologische Beratung oder Behandlung sinnvoll.

Wenn einen der Keratokonus „trifft“, dann oft in jungen Jahren, in denen die meisten noch nicht viele Erfahrungen im Umgang mit Krankheiten haben; schon gar nicht mit chronischen Krankheiten.

„Normalerweise“ bricht man sich einen Arm, bekommt eine Schiene, Schmerztabletten und nach 3-6 Wochen ist alles wieder so gut wie zuvor; oder bei Kopfschmerzen nimmt man eine Kopfschmerztablette und gut ist. Das geht bei Keratokonus nicht. Egal, was für eine Behandlung durchgeführt wird, die Sicht und die Nebenwirkungen durch die Behandlung oder den Keratokonus, werden für den Rest des Lebens bleiben – es gibt kein Zurück zu 100% ohne Einschränkungen.

Um mit den Einschränkungen umgehen zu lernen, ist als erstes natürlich der Austausch mit anderen Betroffenen wichtig. Diese haben vielleicht schon Lösungen entwickelt, für Fragen, die einem vielleicht noch nicht einmal eingefallen sind.

Das andere Wichtige ist professionelle Hilfe von Psychologen, die speziell für die Beratung und Behandlung von Menschen mit Seheinschränkungen ausgebildet sind. Diese findet man bei Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen.