Keratokonus.de Selbsthilfegruppe - Organspende

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Eine Organspende kann das Leben von Menschen in ganz unterschiedlicher Art und Weise berühren und verändern.

Hier finden sie Erfahrungsberichte von Menschen, die Entscheidungen hinsichtlich Organspende treffen mussten:

Die Transplantation der Augenhornhaut wird in Deutschland pro Jahr etwa 9.000-mal durchgeführt. Sie ist mit dieser Anzahl schon ein medizinischer Routineeingriff geworden. Zum Vergleich: Die am häufigsten durchgeführte Organtransplantation - die Nierentransplantation - wird durchschnittlich 2.000-mal im Jahr durchgeführt.

Für die Empfängerin oder den Empfänger einer Augenhornhautspende kann dieser Eingriff die Lebensqualität enorm steigern. Durch Keratokonus, Eintrübungen oder Verletzungen der Hornhaut kann das Sehvermögen stark einschränken oder sogar zur Erblindung führen. Eine Augenhornhauttransplantation kann Betroffenen die Sehkraft zumindest teilweise zurückgeben. Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden.

Die Erfolgsaussichten der Transplantation einer Augenhornhaut sind relativ gut. Das Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) reagiert kaum auf das Transplantat, wenn keine Blutgefässe eingewachsen sind. Abstoßungsreaktionen sind vergleichsweise selten. Das bedeutet, dass die Patientinnen und Patienten nach der Transplantation einer Augenhornhaut in der Regel keine Medikamente (Immunsuppressiva) zur Verhinderung einer Abwehrreaktion einnehmen müssen. Außerdem gibt es Methoden, um die immunreaktiven Komponenten zu entfernen.

Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden. Es gibt zwei Varianten: Entweder wird das gesamte Auge entnommen oder es wird ein dünnes Stück von der Oberfläche des Auges entnommen. Dieses entnommene Gewebestück ist etwa so groß wie eine 2-Cent-Münze und besteht aus der Hornhaut selbst und einem Teil der darum liegenden Lederhaut (weiße Augenhaut oder Sklera).

Nach der Entnahme werden der Spenderin oder dem Spender künstliche Linsen oder gegebenenfalls Augenprothesen eingesetzt. Der ursprüngliche Gesichtsausdruck des Spenders bleibt so erhalten. Äußerlich ist die Entnahme nicht zu erkennen. Die Angehörigen können von der verstorbenen Person in jeder gewünschten Weise Abschied nehmen.


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