Spezielle Symptome


Erster Verdacht - Hinweise

Im frühen Stadium von Keratokonus kann man an einigen speziellen Symptomen, auch ohne ärztliche Unterstützung, den Verdacht auf Keratokonus bestätigen oder entkräften:

  • Besseres Sehen in heller Umgebung
  • In der Nacht „Sternbildung“ um die Lichter von Straßenlaternen oder Scheinwerfern
  • Doppelte, dreifache oder mehrfache Lichter oder „Schlieren“, die von den Lichtpunkten ausgehen
  • Doppelte Buchstaben oder „Schlieren“ die von Buchstaben ausgehen, auch bei einäugigem Sehen
  • (Neue) Bekannte, Freunde werden schlecht wiedererkannt

 

Sicht mit einem Auge abgedeckt, ohne / mit Keratokonus - alle Zwischenstadien von leicht bis schwer sind möglich.

    
Klare Sicht  

(sehr) fortgeschrittener Keratokonus

 

Die angegebenen Phänomene werden geringer, wenn es heller wird, oder man z.B. bei Nachtfahrten die Innenbeleuchtung im Auto einschaltet. Wenn sich die Pupillen durch die leichte Blendung etwas schließen, wird der Bereich durch den Licht in das Auge kommt kleiner – entsprechend kleiner werden auch die wahrnehmbaren Abweichungen und man kann etwas besser sehen.

Wenn Sie also immer und überall alle verfügbaren Lampen und Lichter anstellen, schlecht bei wenig Licht fernsehen können, den Computerbildschirm auf „Maximum“ stellen, usw. sollten Sie mal mit dem Augenarzt ihres Vertrauens über Keratokonus sprechen.

 

 


Weitere Hinweise

Eine gute Ausgangssituation für eine eindeutige Diagnose ist es, wenn man bereits Brillen- oder Kontaktlinsenträger ist.

Wenn man die Brillengläser häufig gegen neue wechseln muss oder das Anpassen der Kontaktlinsen immer schwieriger wird, kann das in der Tat ein Hinweis auf Keratokonus oder eine ähnliche Augenkrankheit sein.

Bei fortschreitendem Keratokonus ändert sich die Oberfläche der Hornhaut schnell - zum Teil in Tages-, Wochen- oder Monatszeiträumen. Außerdem wird die durch Keratokonus nicht so stabile Hornhaut stärker von der Umgebung (Staub, Trockenheit) und den inneren Faktoren (Trinkmenge, Hormone) beeinflusst.

Bei stabilem Keratokonus im Anfangsstadium gibt nur wenig Zusammenhang zur Sehstärke. Hier treten nur die oben genannten Abweichungen auf, ohne dass sich die Sehstärke ständig ändert.


Hohe Wahrscheinlichkeit für Keratokonus

Wenn der Astigmatismus einen bestimmten Grenzwert überschreitet und die oben beschriebenen Symptome (Sterne, Schlieren, Schatten) auch bei einäugigem Sehen bestehen, schickt einen der "normale Augenarzt" oft zu einem Kollegen oder einer Augenklinik mit speziellen Messgeräten. Diese Messgeräte erstellen eine "Landkarte" der Oberfläche der Hornhaut; zum Teil auch der Rückseite und einige Geräte können auch die Zelldichte in der Hornhaut bestimmen.

Mit diesen Geräten kann ab einem bestimmten Stadium gut der Verlauf der Krankheit festgestellt und dokumentiert werden. Mit regelmäßigen Messungen kann hier auch die Geschwindigkeit der Krankheitsentwicklung beurteilt werden.


Akuter Keratokonus

Bei akutem Keratokonus sind die Symptome eindeutig:

  • Eintrübung der Hornhaut; Vorwölbung; ggf. Risse in der Hornhaut.

Hier ist sofort der Gang zum Augenarzt oder zur Augenklinik angezeigt.